Frequently asked questions (FAQ)

Was ist ein Didgeridoo?

Wer sich die Zeit nimmt hinzuhören, ist fasziniert, ja gar verzaubert! Die Rede ist vom Klang des Didgeridoos, des vielleicht 40'000 Jahre alten Instruments der australischen Ureinwohner. Vermehrt ziehen seine mystisch anmutenden Töne auch hierzulande immer mehr Leute jeden Alters in seinen Bann. Zurecht, entsteht doch der Klang vollkommen natürlich: aus einer Kombination von Holz und Luft. Eine musikalische Wohltat in unserer synthetischen Welt ...! (nach oben!)

Wie wird ein Didgeridoo eigentlich gemacht?

Das traditionelle Didgeridoo der australischen Aborigines wird weder gemacht, noch gebaut. Es entsteht! Ein Eukalyptusbaum wächst, irgendwo im australischen Outback. Dort leben auch die immer hungrigen Termiten. Dabei kann es sein, dass die Termiten dem Baum einen 'kulinarischen' Besuch abstatten: sie dringen durch die Wurzeln in das Innere des Baumes vor und fressen diesen von Innen hohl. Nach beendeter Mahlzeit verlassen die Termiten den 'Gastgeber' und suchen sich einen neuen Baum. Zurück bleibt ein Baumgerüst mit hohlem Stamm und hohlen Ästen. Oder anders gesagt: zurück bleiben einige Didgeridoos. Nimmt man so einen hohlen Ast oder Stamm, hat man schon ein vollkommenes Didgeridoo. Aussen kann das Holz noch behandelt (geschliffen, bemalt, geschnitzt, gebrannt) und mit einem Mundstück aus Bienenwachs versehen werden. Aber das ändert nichts daran, dass das Didgeridoo ursprünglich wuchs und ausgefressen wurde. Jedes so entstandene Instrument ist einzigartig, es gibt unter Millionen keine zwei Gleiche! (nach oben!)

Wie kommt der Ton zustande?

Das Didgeridoo gehört zur Gruppe der Aerophone, dies die Erklärung der Wissenschaft. Also ein Windinstrument. Um einen Ton zu erzeugen, setzt der Spieler seine Lippen an das eine Ende des Didgeridoos und presst Luft zwischen seinen mässig angespannten Lippen hindurch in das Rohr. Die so entstehende Vibration wird vom Holz übernommen und ertönt am unteren Ende des Didgeridoos als wohltuender Klang. (nach oben!)

Ist es schwierig, ein Didgeridoo zu spielen?

Die Kunst, dem Didgeridoo anmutende Klänge zu entlocken, liegt darin, dass der Spieler die Klänge geschehen lässt. Sicher braucht es einige Spieltechniken. Aber erst wenn der Spieler auf sein Instrument hört, sich seinem Klang hingibt und alle Mühen fallen lässt, erst dann entfaltet das Didgeridoo seine ganze Harmonie. Was das Didgeridoo keinesfalls annimmt, sind willentliche Anstrengungen um ihm perfekte Töne zu entlocken. ´Sich gehen lassen´ ist die schwierigste übung beim Didgeridoo-Spiel. (nach oben!)

Braucht es zum Spielen eine spezielle Atmung?

Gespielt wird unter anderem mit der sogenannten Zirkularatmung: einer Technik, die es dem Spieler ermöglicht, während des Spiels Luft zu holen, ohne dass der Ton abbricht. Dadurch wird ein ununterbrochenes Spiel über mehrere Minuten möglich. (nach oben!)

Wieso heisst das Instrument "Didgeridoo"?

Der Name Didgeridoo stamme aus den Versuchen der ersten Europäer, den Klang des Instrumentes zu beschreiben. Gebräuchliche Schreibweisen sind: Didgeridoo, Didjeridoo, Didjeridu, Didgeridu und weitere. Bei den Aborigines hat das Instrument in fast jeder ihrer Sprachen einen eigenen Namen: Yedaki, Yidaki oder Djalupi sind nur ein paar davon. Viele dieser Wörter bedeuten "Hals des Emu". (nach oben!)

Ich möchte ein Didgeridoo kaufen: Auf was muss ich achten?

Beim Kauf eines Didgeridoos gibt es einige Aspekte, die man berücksichtigen sollte. Zuallererst möchtest du sicher ein authentisches australisches Aboriginal-Didgeridoo erwerben. Leider ist es so, dass der Markt weltweit mit Imitationen geradezu überschwemmt ist. Ausgebohrte Hölzer aus aller Welt, ja auch aus der Schweiz, werden als Didgeridoos angepriesen. Auch Röhren aus Bambus, PVC, Plexiglas und unzähligen anderen Materialien werden vielerorts Didgeridoo genannt.

Das echte Didgeridoo des australischen Aborigine besteht aus einem Ast oder Stamm eines Eukalyptusbaumes, der innen von Termiten ausgefressen und somit ausgehöhlt wurde. Dieser Ast/Stamm wird nur noch vom restlichen Teil des Baumes getrennt, die Oberfläche behandelt (schleifen, malen, brennen, usw.) und, falls erforderlich, mit einem Mundstück aus Bienenwachs versehen. Zur Verfeinerung der Klangqualität wird das Didgeridoo oftmals an den äussersten inneren Enden ausgearbeitet/geschliffen, fertig. Einzig wenn man in die Aushöhlung hineinschaut (am Besten mit Hilfe einer Lichtquelle), kann man feststellen, ob da tatsächlich Termiten am Werk waren oder ob ein Bohrer die komplette Aushöhlung vollbrachte.

Welches Instrument ist für wen geeignet? Nun, da spielt die Optik, der Ton und natürlich auch der Geldbeutel eine Rolle. Sogenannte Einsteiger-Instrumente sind meistens schlicht gehalten, haben ein gutes Spielverhalten mit einem sauberen, akzeptablen Ton und stehen auf der Kostenliste ganz unten. Mit jedem dieser Instrumente kann jede gängige Spieltechnik gespielt werden, vom einfachen Grundton bis zum mitreissenden Stakkato. Die Instrumente der mittleren bis hin zur Spitzen-Klasse sind denn im Spielverhalten und Preis unterschiedlich und heben sich deutlich von den Einsteiger-Instrumenten ab.

Um nun Dein persönliches Instrument zu finden, sollte sowohl das Auge als auch das Ohr 'zufrieden' sein. Suche die Didgeridoos aus, die dir optisch gefallen und versuche, damit zu spielen. Einen Grundton zu erzeugen wird dir in einem guten Fachgeschäft umgehend und unverbindlich beigebracht. Lass Dir die Instrumente Deiner Wahl von mind. einem versierten Spieler vorspielen. So kriegst du eine Idee, was das Instrument alles 'kann'. Wenn der Ton eines Instrumentes dich 'ins Herz trifft', behalte es dringend in der engeren Auswahl. Korrigiere lieber Deine optischen, als die akustischen Ansprüche: das Auge gewöhnt sich besser z.B. an ein farbiges Instrument als das Ohr an einen unangenehmen Ton!

Du solltest dir jedenfalls zum Kauf genügend Zeit lassen und dich unbedingt vor Ort von einer kompetenten Person beraten lassen. (nach oben!)